Sind kostenpflichtige Nachrichten durchsetzbar?
"Und wenn ja, welche?", müsste eine nicht ganz unberechtigte Zusatzfrage lauten. Seit einigen Monaten tobt bereits die Debatte über die Zukunft der Zeitung, über die Rettung des Qualitätsjournalismus und darüber, wie Geschäftsmodelle für kostenpflichtige Inhalte aussehen könnten. Die Zeitungsverlage – Murdoch, Springer, FT, WAZ, etc. – scheinen es mit der Durchsetzung von bezahlten Inhalten zumindest ernst zu meinen.
Die wahre Währung
Die IVW will nächstes Jahr die Nutzung von Online-Medien differenzierter ausweisen. Die Messgröße 'Page Impression' soll nicht mehr so stark im Vordergrund stehen wie bisher. Das ist gut so, besonders im Hinblick auf Fachmedien. Die Zahl der Page Impressions und Visits allein hat ohnehin nicht viel über sie aussagen können. Ihre Qualität wird anders und von anderen geprüft.
Das Sterben der alten Medienwelt – Phase 2 und 3
Die Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross ist 1969 durch ein Buch mit dem Titel "On Death and Dying" berühmt geworden. Das Buch ist heute ein Standardwerk der Psychiatrie, denn es beschreibt sehr genau die Phasen, die ein Mensch bei einem sich ankündigenden Verlust durchläuft.
Online-Werbeumsätze sind kleiner – und werden es auch bleiben
"Unsere Online-Umsätze wachsen trotz Krise weiterhin zweistellig, konnten aber leider die Ausfälle aus dem Print-Geschäft nicht ausgleichen." So oder so ähnlich könnte sich zurzeit ein Satz aus dem Mitarbeiterbrief eines Verlegers lesen. Die gute Nachricht für die Mitarbeiter: Das Management scheint den Übergang von Print auf Online zumindest angepackt zu haben.
Die Fakten allein reichen nicht
Spätestens seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise hat das große Jammern in deutschen Verlagshäusern begonnen. Die Werbeumsätze, vor allem bei den Zeitungen, gehen noch schneller zurück als zuvor, der Rückgang der Auflagen gewinnt noch mehr an Tempo. Während ersteres die Verleger zu hektischen Konsolidierungsmaßnahmen veranlasst hat, stürzte letzteres Journalisten in eine Sinnkrise. Warum nur?
Von Print auf Online im Eiltempo – geht das?
Angesichts der Wirtschaftskrise und einbrechender Werbeumsätze überlegen gerade viele Verlage, ob die Weiterführung einer Marke auf reiner Online-Basis möglich ist. Lässt sich der Switch bewältigen und die Marke damit auf eine neue Plattform setzen oder leitet man damit ein Ende auf Raten ein?
Print-Journalisten entdecken "Das Netz"
... und sind ziemlich erschrocken. Da hat sich hinter ihrem Rücken ein Monster auf die Hinterbeine gestellt und droht sie mit Haut und Haaren aufzufressen. Das zumindest könnte man glauben, wenn man die aktuelle Debatte über "Das Netz" verfolgt, im Netz und auf Papier.
Eine Website allein macht noch kein Verlagsprodukt
Erinnern Sie sich noch an die Zeit Ende der neunziger Jahre? Damals sprachen Verleger davon, dass ihre Zeitschriften einen "Internet-Auftritt" brauchten. Also wurde eine "Homepage" gebaut und die Inhalte der Zeitschriften darauf veröffentlicht – aber bitteschön erst nachdem das aktuelle Heft nicht mehr am Kiosk verkauft wurde und bei Fachzeitschriften nachdem die nächste Ausgabe schon unterwegs zum Abonnenten war. Wieviel hat sich seit damals geändert?
Wider die Kulturkämpfer
"Was darf das Internet?" lautet die Schlagzeile für die Titelgeschichte auf der ersten Seite von Ausgabe 23. Nur sehr oberflächlich geht es dabei um die Rechtsausübung im Internet. Autor Heinrich Wefing will da lieber einen "Kulturkampf" sehen, einen "Clash von analoger und digitaler Zivilisation", und zieht damit das Thema auf die Ebene eines ideologischen Disputs hoch (oder doch runter?).
Lesen Sie gern auf dem Bildschirm?
Diese Frage löst wahrscheinlich bei jungen Leuten, die mit dem Internet aufgewachsen sind, nur verständnisloses Kopfschütteln aus. Auch für die älteren unter uns, die zwar mit Papier groß geworden sind aber seit einer gefühlten Ewigkeit am Computer arbeiten, ist die Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Man kann sich nur schwer vorstellen, nicht mehr am Bildschirm zu lesen.